Augenerkrankungen - Krankheitsbilder

Makuladegeneration, Grüner Star oder Retinitis Pigmentosa: Was bedeutet das eigentlich?

Von einigen dieser Krankheiten werden Sie schon gehört haben. Aber was genau verbirgt sich hinter grauem Star, Makuladegenaration oder Retinitis Pigmentosa? Hier finden Sie eine kompakte Übersicht über die verschiedenen Krankheitsbilder und die Behandlungsmöglichkeiten.


Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Bei der Makuladegeneration handelt es sich um den häufigsten Grund, weswegen in westlichen Industrienationen Menschen als „blind“ eingestuft werden. Schon heute ist jeder 10. über 70 damit konfrontiert.
Das Krankheitsbild der AMD äußert sich in zwei Arten, der „feuchten Makuladegeneration“ und der „trockenen Makuladegeneration“. In beiden Fällen wird die sogenannte Makula, der Bereich des schärfsten Sehens im Auge, schrittweise zerstört. Dadurch haben AMD-Patienten im Mittelpunkt ihres Sehens ein Loch. Der Rest, das sogenannte Periphere Sehen, bleibt aber in der Regel verschont. AMD-Patienten sind dadurch aber besonders auf Hilfe angewiesen, da natürlich die Mitte unseres Gesichtsfeldes für alle Tätigkeiten wichtig ist.

Speziell für Menschen mit Altersbedingter Makuladegeneration haben wir die NuCentro entwickelt. Eine Sehhilfe – in verschiedenen Ausführungen erhältlich – die durch einen speziellen Schliff der Gläser die Lichtstrahlen auf die noch nicht betroffenen Areale der Netzhaut umleitet und der Patient im optimalsten Fall wieder nahezu normal sehen kann.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Grüner Star (Glaukom)

Der Grüne Star wird durch einen erhöhten Augeninnendruck ausgelöst. Die häufigsten Ursachen sind eine Überproduktion von Augeninnenflüssigkeit durch die dafür verantwortliche Drüse oder ein gestörter Abfluss durch einen zu engen Kammerwinkel beziehungsweise ein verstopftes Abflusssystem.

In jedem Fall birgt ein unbehandelter Grüner Star die Gefahr der irreversiblen Schädigung der Netzhaut, da durch den erhöhten Druck große Teile der Aderhaut abgedrückt werden können. Diese ist direkt für die Nährstoffversorgung der Netzhaut verantwortlich und wenn diese Nährstoffe nicht zur Netzhaut gelangen können, verhungert dieses Areal binnen sehr kurzer Zeit. Der Druck im Auge wird in mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) gemessen und sollte nicht höher als 21mmHg sein. Ein normaler Augeninnendruck bewegt sich zwischen 9-18mmHg. Höhere oder tiefere Werte müssen noch kein direktes Warnsignal sein, sollten aber abgeklärt werden.

Wir bieten spezielle Sehhilfen für Menschen mit Grünem Star.

Grüner Star (Glaukom)

Grauer Star (Katarakt)

Beim Grauen Star trübt sich die Augenlinse langsam ein. Es gibt drei Hauptsorten, den Randstar, den Flächenstar und den Kernstar. In dieser Reihenfolge werden sie auch unangenehmer für den Erkrankten. Das liegt an den unterschiedlichen Ausbreitungsformen in der Augenlinse.
Der Randstar wächst von außen nach innen, lässt also bis zum Schluss den Bereich, den man zum Sehen nutzt unbehelligt. Als Betroffener bemerkt man ihn als letzten der drei Star-Sorten, da sich ja nichts ändert bis sich auch das letzte „Fenster“ schließt.
Der Flächenstar breitet sich von vorn nach hinten oder umgekehrt über die gesamte Fläche aus. Hier bemerken nur die wenigsten den allmählichen Verlust der Sehschärfe.
Der Kernstar sitzt gleich zu Anfang „genau im Bild“ und ist deswegen auch von Beginn an störend.

Allen gemeinsam ist, dass sie durch eine Operation, bei der die natürliche Augenlinse durch eine Kunststofflinse ersetzt wird, vollständig geheilt werden können.
Diese Operation ist heute millionenfach erprobt und mit einer der sichersten Eingriffe, den die moderne Medizin kennt. Vor einer solchen Operation sollten Sie sich allerdings Gedanken darüber machen, ob Sie hinterher ohne Brille in die Ferne schauen können wollen oder ohne Brille lesen. Beides ist möglich und sollte genau nach den eigenen Bedürfnissen entschieden werden.

Zudem bieten wir spezielle Sehhilfen für Menschen mit Grauem Star.

Sollten Sie dazu Fragen haben, bitte zögern Sie nicht uns darauf anzusprechen, wir beraten Sie gerne zu diesem Thema.

Grauer Star (Cataract)

Retinitis pigmentosa (RP)

Die Retinopatia pigmentosa oder Retinitis pigmentosa ist eine erblich-genbedingte Erkrankung, bei der die Netzhautzellen zunächst degenerieren und dann absterben. Dabei fängt die Schädigung zunächst im Außenbereich der Netzhaut an und breitet sich dann immer mehr Richtung Zentrum aus.

Für den Patienten hat das zur Folge, das er einen Tunnelblick erlangt, da nur das Zentrum übrig bleibt. RP-Patienten haben zumeist mehr Probleme mit der Orientierung im Raum und auf der Straße als mit den typischen Feldern Lesen oder Naharbeit, da die hierfür notwendigen Netzhautareale nicht betroffen sind.

Leider gibt es für RP keine Behandlungsmethode, die das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten kann. Wir bieten jedoch spezielle Sehhilfen für Menschen mit Retinitis pigmentosa an.

Retinitis pigmentosa (RP)

Diabetische Retinopathie

Die diabetische Retinopathie ist eine durch Diabetes hervorgerufene Erkrankung der Netzhaut des Auges. Die zunehmende Schädigung kleiner Blutgefäße verursacht eine zunächst unbemerkte Schädigung der Netzhaut und kann in ihrem Verlauf zur Erblindung führen. 

Man unterscheidet drei Arten der Retinopathie: Die Nichtproliferative Retinopathie, Die Proliferative Retinopathie, Die Diabetische Makulopathie

Die Nichtproliferative Retinopathie

Man unterteilt die nichtproliferative Retinopathie in eine milde (Gefäßaussackungen der kleinsten Blutgefäße), mäßige (Blutungen in die Netzhaut) und schwere Retinopathie (weit fortgeschrittene Veränderungen, Netzhautinfarkte und Gefäßneubildungen). 

Das Tückische an den ersten Netzhautveränderungen ist, dass der Betroffene selber nichts davon bemerkt.

Die Proliferative Retinopathie

Wenn die Netzhaut nicht mehr ausreichend durchblutet wird, entsteht der gefährliche Mechanismus der Bildung neuer Blutgefäße. Diese neuen Gefäße können in den Glaskörper wachsen. Außerdem neigen sie zu Blutungen und können aufgrund von Vernarbungen die Netzhaut von der Aderhaut ablösen. Das Sehvermögen wird völlig zerstört, das Auge ist blind.

Die Diabetische Makulopathie

Bei der Diabetischen Makulopathie tritt aus den erkrankten Blutgefäßen Flüssigkeit aus bzw. es bildet sich ein Gefäßverschluss. In der Makula bilden sich dadurch Wassereinlagerungen oder Blutungen, so dass diese anschwillt und ein Ödem entsteht. Die Folge ist ein zunehmender Verlust der Sehschärfe. 

Diabetische Retinophatie